-Kopfschmerzen|Migräne
-Nacken-|Schulterverspannungen
-Ohrgeräusche|Knacken im Kiefergelenk
-und vieles mehr
können alleinige oder gemeinsame, unangenehme Begleiter sein - lesen Sie mehr
Zähneknirschen oder Zähnepressen -
Der Oberkiefer, müssen Sie sich vorstellen, ist fest im Schädel verankert und
nahezu unbeweglich. Der Unterkiefer ist eine knöcherne Spange die einzig und
allein durch Muskeln und Sehnen mit dem Schädel verbunden ist und sich über
die Zähne mit dem Oberkiefer verschlüsseln kann. Dieses Verschlüsseln erfolgt
etwa 20 Minuten am Tag. Also beim Schlucken und beim Essen.
Soeben beschrieben wurde das, was jeder von uns ohne grossen Aufwand mit den
eigenen Augen sehen kann. Nämlich die Zähne und den Mundraum. Aber nach der
Mundhöhle kommt noch ein Stückchen Unterkiefer, und Oberkiefer der nicht
einsehbar ist. Der Unterkiefer endet mit dem Kiefergelenksköpfchen, welches in
der Gelenkgrube des Oberkiefers sitzt. Dazwischen sitzt die Gelenkscheibe,
auch Diskus genannt. Er dient quasi als Stoßdämpfer oder Unterlegscheibe,
damit nicht der Knochen des Kiefergelenkköpfchens auf dem Knochen der
Kiefergelenkgrube reibt, bei den Unterkieferbewegungen.
Das Kiefergelenk muss ja mit Blut und Nerven versorgt werden. Dass geschieht
durch die sogenannte „bilaminäre Zone“. Sie sitzt genau zwischen dem
Kiefergelenk und dem Ohr.
Zuvor wurde Ihnen beschrieben dass auch Muskeln eine wichtige Rolle spielen,
die den Unterkiefer in seiner Position halten. Ob diese nun richtig oder
falsch ist. Da ist zum Einen der Musculus masseter: legen Sie mal ihre Hände
auf Ihre Wangen und beissen kräftig auf Ihre Zähne, dann spannt sich dieser
Muskel fühlbar an.
Dann existiert zum Anderen z.B. auch noch der Musculus temporalis: er sitzt
fächerförmig vor, über und hinter dem Ohr. Auch diesen Muskel können Sie bei
sich selbst ertasten. Legen sie ihre Finger auf die Schläfen und beissen Sie
kräftig auf die Zähne.
An den Unterkieferbewegungen sind noch viele weitere Muskeln beteiligt. Einige
davon sitzen direkt im Kiefergelenk. Es gibt Unterkieferbewegungen, die allein
für die Kaumuskulatur nicht machbar sind. Dann zieht der Körper die
Kau-Hilfsmuskulatur hinzu. Damit sind Muskeln gemeint, die im Bereich des
Nackens aber auch den Schultern liegen. Diese verlaufen entlang des Rückens
bis hin zum Becken.
Der menschliche Organismus lebt von Regelkreisläufen. Davon, dass ein Teil des
Gehirns den ganzen Tag, und damit sind 24h gemeint, Vergleiche macht. Dieser
Teil des Gehirns nennt sich Vegetativum.
Wie ein Computer fragt es den Körper ständig nach seiner IST Situation.
Vergleicht diese mit der SOLL Situation und korrigiert ggf. Hier ein Beispiel:
Sie bekommen Fieber. Dabei wärmt sich das Blut. Das Vegetativum fragt nach und
kriegt einen Wert der viel zu hoch ist. Was macht der Körper? Er reagiert mit
Schwitzen und Schüttelfrost um die Temperatur wieder runterzuregulieren.
Genauso funktioniert das auch beim Kausystem. Stellen Sie sich vor jemand hat
eine Studie mit Minischweinen gemacht. Man hat die Schweinchen in Narkose
versetzt. Die Schweinchen haben auf einer Kieferseite zu hohe Füllungen
bekommen. Dann wurden die Schweinchen geweckt. Ein wenig verwirrt, haben sie
begonnen ständig und ständig auf ihre Zähen zu beissen. Warum? Regelkreislauf.
Frage des Vegetativums: Liegen die Zahnreihen passend aufeinander? Dann
Meldung, nein eine Seite klafft auseinander. Dann fängt das Vegetativum an zu
regulieren: es bemüht den auf der gegenüberliegenden Kaumuskel sich so lange
zusammenzuziehen, bis die Lücke zwischen den Zahnreihen geschlossen ist.
Was passiert, ist, dass man einen viel zu großen, viel zu verkürzten Kaumuskel
auf einer Seite hat.
Was passiert denn, wenn man plötzlich auf einer Seite mehr zubeissen kann oder
vielmehr muss. Der Muskel wir größer und größer, aber mein Kiefergelenk
rutscht auch viel tiefer in die Gelenkgrube und unter Umständen auch zu weit
nach hinten. An die bilaminäre Zone. Dann quetsche quetscht man unter
Umständen die Blutzufuhr ab oder sogar vielleicht Nervstrukturen.
Das ist auch der Grund, warum Menschen mit Kiefergelenksproblemen oftmals
nicht beim Zahnarzt auf dem Stuhl sitzen. Sie haben unter Umständen
Kopfschmerzen bis hin zur Migräne und suchen den Neurologen auf. Sie haben
vielleicht auch Ohrenschmerzen, Tinnitus, Schwindel und das Gefühl des Klosses
im Hals und suchen den Hals-, Nasen-, Ohrenarzt auf. Manches Mal kommt es auch
zu Sehstörungen und die Patienten besuchen Ihren Augenarzt. Vielleicht aber
auch nur Verspannungen im Nacken- Schulter- Bereich, ein schief stehendes
Becken und damit verbunden ein kürzeres Bein und sind beim Orthopäden. Oder in
schweren Fällen sogar sitzen die Patienten beim Neurologen weil sie
unaufhörlich Gesichtsschmerzen haben.
CMD bedeutet craniomandibuläre Dysfunktion. Das Cranium ist der Schädel, die
Mandibula ist der Unterkiefer und eine Dysfunktion ist eine Fehlfuntion. Also
quasi Patienten mit einer Fehlfunktion zwischen Schädel und Unterkiefer. Sie
verstehen, dass sich das Beschwerdebild eines Patienten mit in fachchinesisch
ausgedrückt: CMD sich sehr komplex gestalten kann. Sprechen Sie Ihren Zahnarzt
doch mal darauf an.
Gute Zahngesundheit wünscht Ihnen
Ihr Dortmunder Zahnärzte e.V.