Die alten Vorschriften sind nicht mehr zeitgemäß...
Herkömmliche Suche nach einem Zahnarzt
Auf der Suche nach einem (neuen) Zahnarzt orientiert sich der
Patient neben der klassischen Mundpropaganda und dem Praxisschild
zunehmend im Internet. Printmedien, wie Telefonbuch, gelbe Seiten,
gewusst wo treten hierbei in den Hintergrund.
Die Außendarstellung der niedergelassenen Zahnärzte
muss sich dem Wandel der Zeit anpassen und den Bedürfnissen
des Patienten entsprechen.
Entweder direkt
www.drwichtig.de
oder
www.derletztezahnarztvorderautobahn.de
www.superzahnarzt.de
(Adressen frei erfunden)
Praxispräsentation im Internet
Der Patient von Heute hat die Möglichkeit, sich im Vorfeld
über das Behandlungsspektrum eines niedergelassenen Zahnarztes
im Internet zu informieren.
Die Darstellungsmöglichkeiten im Internet sind nahezu grenzenlos.
Die Mehrheit der niedergelassenen Zahnärzte präsentiert
sich deshalb mittlerweile durch einen Internetauftritt. Vielfältigkeit
und variantenreiche Art der Darstellung erschweren dem Patienten
die Wahl des richtigen Zahnarztes.
Art und Umfang der Homepage, ansprechendes Design, gute Übersicht,
stehen nicht immer in Einklang mit der handwerklichen und fachlichen
Qualität des Zahnarztes und besitzen so keine unmittelbare
Aussagekraft.
Internetportale sollen es dem Suchenden leichter machen, ihren
Zahnarzt im direkten Vergleich zu finden. Hierbei spielen feste
Suchkriterien eine Rolle (Sprechzeiten, Lage, Parkmöglichkeiten,
Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, Behindertengerechtigkeit
etc. ...), aber auch fachliche Qualifikation bzw. Behandlungsschwerpunkte
können hervorgehoben werden. (speziell weitergebildete
Fachzahnärzte für Mund-Kiefer- Gesichtschirurgie,
Kieferorthopädie, Parodontologie, Zahnärzte mit Schwerpunkten
wie Implantate, Kinderbehandlung, Wurzelbehandlung, Hypnose,
etc.)
Auch die Zahnärztekammern erteilen Auflagen in Bezug auf
Berufsordnung, Heilmittelgesetz und Gesetz gegen unlauteren
Wettbewerb bei der Präsentation im Internet.
Eine Kontrolle und Zertifizierung der Homepages in Bezug auf
kinder- und jugendgefährdende Inhalte auf Kosten des Betreibers
ist bereits als Gesetz in Deutschland in Kraft. In
wie weit diese FSK-Regelung für zahnärztliche Präsentationen
im Internet auf die Zahnärzteschaft zutreffen, sei dahin
gestellt.
Der Kampf um die Schulnoten kommt zurück,
allerdings auf einem viel unseriöseren und weltweit offenen
Niveau.
Schulnoten für den Zahnarzt
Die Beurteilungen der Patienten kontrolliert hingegen niemand.
Als besonderes Angebot im Kampf um die Klicks (=Zugriffszahlen
der Internetanwender) bieten Internetportale zunehmend Bewertungsprofile
nach dem Prinzip von Schulnoten an.
(Un-) zufriedenheit des Patienten lässt sich bei den meisten
Bewertungsportalen (allerdings nur einseitig!) mit wenigen Mausklicks
öffentlich und unwiderruflich für jedermann
zum Ruhm oder Schaden des niedergelassenen Zahnarztes kundtun.
Dabei kann der Bewerter (Patient, geprellter Ex-Freund / Freundin,
geschiedene Ehefrau oder wer auch immer) seiner Laune als anonymer
Betrachter durch Vergabe von Schulnoten freien Lauf lassen.
Lediglich eine gültige Email-Adresse ist Voraussetzung.
Die Betreiber der Portale übernehmen dabei anscheinend
keine Kontrolle in Bezug auf die Echtheit der Angaben. Diese
Möglichkeit der potentiellen Rufschädigung ist allerdings
nur einseitig. Der Zahnarzt erfährt (je nach Patientenangaben)
nicht den Namen seines Konterfeis und kann schon gar nicht
wie bei Ebay-Transaktionen zwischen Käufer und Verkäufer
seinen Patienten öffentlich beurteilen."
"Der Kampf um Schulnoten kommt zurück, allerdings
auf einem viel unseriöseren und weltweit offenen Niveau.
Alle Portale haben eins gemeinsam: bezahlte Werbebanner lassen
sich nur dann gut verkaufen, wenn hohe Zugriffszahlen auf die
Seite vorliegen.
Auch hängt es vom Geldbeutel und der Zahlungswilligkeit
des Zahnarztes (und nicht des Alphabetes) ab, in der Reihenfolge
der Zahnärzte an erster Stelle und oder sogar permanent
an besonderer Stelle zu erscheinen.
Es ist nichts neues, Zahnärzte unter Schlagwörtern
zu suchen. Vielleicht ist es für die Suchenden (= User,
Patient) neu, dass es meist eine Frage des Preises ist, an welcher
Stelle Anbieter bzw. Zahnärzte in den Suchmaschinen durch
Eingabe der Schlagwörter gelistet sind. Portale verkaufen
gerne Premium-Einträge. Mittlerweile rufen
fast täglich Call-Center im Auftrag einzelner Portale bei
den niedergelassenen Zahnärzten an und animieren zu kostenpflichtigen
Einträgen an prominenter Stelle."
Die Beurteilung eines Patienten beim Bewertungsportal A wird
schon heute durch Portale B, C, und D etc. automatisch übernommen.
Dieses Phänomen der Vernetzung stärkt
die einzelnen Bewertungsportale durch Schulterschluss,
potenziert aber andererseits die verschiedenen Bewertungen nach
dem Motto viele können sich nicht irren, und
schafft sich gegenseitig Seriösität (z. B. Beurteilungen
bei www.jameda.de stehen in direktem Zusammenhang mit www.maps.google.de
und weiteren Anbietern).
Steht dies alles im Einklang mit dem medizinischen Fachwissen,
dem handwerklichen Können und dem Fortbildungsstand des
einzelnen Zahnarztes?
Quo vadis, Zahnmedizin?
Der Dortmunder Zahnärzteverein warnt derzeit vor der Willkür
von Bewertungsportalen
Dortmunder Zahnärzteverein
.Der seit 1999 niedergelassene Verein rekrutiert mit über
200 Mitgliedern mehr als 2/3 aller niedergelassenen Zahnärzte
in Dortmund. Er betreibt seit Jahren eine Homepage
unter anderem als Plattform für Dortmunder Patienten, damit
sie sich ausführlich, seriös und neutral vergleichend
über Behandlungsmethoden und Zahnärzte in Dortmund
informieren können.
- Notdienst: Seit mehr als 8 Jahren bietet die Homepage www.dozv.de
den aktuellen zahnärztlichen Notdienst täglich
aktualisiert - für Dortmunder Patienten im Internet
- Behandlungsschwerpunkte: Auf der Homepage kann jeder
Patient sich über die aktuellen Behandlungsschwerpunkte
neutral informieren und sich in der Menüabfrage in einer
Liste den Zahnarzt in der Nähe aussuchen.
- Zahnärztlicher Notdienst im Internet (täglich
aktuell)
- Aktuelles: DOZV informiert Dortmunder Patienten über
aktuelle Themen rund um die Zahnmedizin
- Altgold-Sammelaktion: Rund 100 Praxen (= etwa die
Hälfte aller Mitglieder des DOZV / Rund ein Drittel der
niedergelassenen Zahnärzte in Dortmund) sammeln in einer
beispiellosen Aktion seit 2003 Altgold für Dortmunder
Kinder. Rund 100 000 Euro Spende werden jährlich für
verschiedene soziale Projekte im Bereich Kinder- und Jugendförderung
getätigt.
Ihre Zahngesundheit ist uns wichtig!
Haben Sie Fragen? Wir helfen gerne,
Ihre Dortmunder Zahnärzte e.V. www.dozv.de
info@dozv.de