

29.11.2002, Zilla Medienagentur
Dortmunder Zahnärzte helfen Kindern in Not – Altgold-Sammelaktion startet – erstes Hilfsprojekt ist die Schule am Marsbruch.
Dortmund, 29. November 2002 „Mit unserer Altgold-Sammelaktion wollen wir Dortmunder Kindern in Not helfen und mehrere wichtige Hilfsprojekte unterstützen“, betont Dr. Bernd Roxlau, Vorsitzender des Dortmunder Zahnärztevereins. „Deshalb rufen wir alle Patienten auf, alte Zahnkronen oder Brücken, aber auch alten Goldschmuck in den Praxen der teilnehmenden Zahnärzte abzugeben. Jedes noch so winzige Stück Altgold ist eine wertvolle Spende“, so Roxlau weiter.
Die Altgold-Sammelaktion des Dortmunder Zahnärztevereins beginnt Anfang Dezember und soll etwa ein Jahr dauern. Mehr als 100 niedergelassene Zahnärzte beteiligen sich daran. „Alle teilnehmenden Kollegen stellen in ihren Praxen spezielle Sammelbehälter auf. Nach jeweils einem Vierteljahr erhält die Firma Heraeus Kulzer in Hanau das bis dahin gesammelte Altgold, um es einzuschmelzen. Den Erlös des Goldes spenden wir dann für das jeweilige Hilfsprojekt“, erläutert Dr. Joachim Otto vom Vorstand des Dortmunder Zahnärztevereins den Ablauf. Dabei sind die Zahnmediziner vor allem auf die Mithilfe ihrer Patienten angewiesen. Denn sowohl Kronen als auch Brücken sind grundsätzlich Patienteneigentum. „Wenn der Zahnarzt beispielsweise eine Krone vom Zahn entfernt, hat sie keine Funktion mehr und nur noch Altmetallwert. Der Patient lässt sie allerdings in der Regel nicht einschmelzen, da alleine das Einschmelzen einer einzelnen Krone etwa 20 Euro kostet und meistens in keinem Verhältnis zum Ertrag steht.“, so Otto weiter.
Das erste Hilfsprojekt ist die Schule am Marsbruch im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck. In dieser Schule werden 272 körperlich und geistig behinderte Schüler im Alter von 6 bis 17 Jahren unterrichtet. 88 Lehrer und elf Therapeuten fördern die Kinder durch Physio-, Ergo- und Sprachtherapie sowie durch Motopädie. Unter dem Motto „Praktische Erfahrungen ermöglichen“ gestalten die Schüler in naher Zukunft ihren Schulhof neu. Ob Planung, Bauarbeiten oder gärtnerische Tätigkeit – die Kinder werden in alle Arbeitsschritte aktiv einbezogen. Kernstück des neues Schulhofes ist ein Weidenpavillon – ein grünes Klassenzimmer – in dem sich Schüler und Lehrer treffen können. „Ich finde es großartig, dass die Neugestaltung des Schulhofes und die Errichtung des Weidenpavillons durch die finanzielle Unterstützung des Dortmunder Zahnärztevereins so schnell vorangebracht wird“, freut sich der stellvertretende Schulleiter Winfried Deppe
Der Kontakt zwischen der Schule am Marsbruch und dem Dortmunder Zahnärzteverein kam durch die Dortmunder Agentur „asp – agentur sozialer partnerschaften“ zustande. Sie sucht im Auftrag von gemeinnützigen Organisationen Spender und Förderer, vermittelt und entwickelt tragfähige Sponsoringkonzepte.
Der Dortmunder Zahnärzteverein besteht seit 1999. Zu seinen Zielen zählt die kompetente Patienteninformation, der fachliche Informationsaustausch, gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen sowie die Förderung sozialer Einrichtungen. Auf seiner Internet-Seite www.dozv.de informiert der Zahnärzteverein ausführlich und aktuell über die Altgold-Sammelaktion sowie über alle an der Aktion teilnehmenden Zahnärzte.
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